Warum die AIDA und moderne Kreuzfahrtschiffe nicht sinken können

Die Vorstellung, dass ein riesiges Kreuzfahrtschiff wie die AIDA-Flotte in einem schweren Sturm kentern oder sinken könnte, sorgt bei manchen Reisenden für weiche Knie. Doch Experten geben Entwarnung: Ein solches Szenario ist nach menschlichem Ermessen nahezu ausgeschlossen. Moderne große Kreuzfahrtschiffe sind so ausgelegt, dass schwerer Seegang oder ein Sturm das Schiff nicht zum Kentern bringen kann, erklärt Peter Hackmann, Sprecher der renommierten Meyer Werft in Papenburg, auf der regelmäßig die Ozeanriesen gefertigt werden.

Das Geheimnis dieser enormen Stabilität liegt in der ausgeklügelten Ingenieurskunst. Kreuzfahrtschiffe besitzen einen extrem tiefen Schwerpunkt, da sich die schwersten Komponenten – wie die massiven Motoren, Treibstofftanks und Ballastwassertanks – ganz unten im Rumpf befinden. Selbst wenn Wind und Wellen die hohen Aufbauten zur Seite drücken, sorgt das physikalische Prinzip des Aufriebs und des Hebels dafür, dass sich das Schiff von selbst wieder aufrichtet. Dieser Effekt wird als hohe metazentrische Höhe bezeichnet.

Zusätzlich sind die Schiffe mit modernster Technik ausgestattet. Ausfahrbare Stabilisatoren an den Seiten des Rumpfes wirken wie Unterwasserflügel und reduzieren das Wanken bei starkem Wellengang um bis zu 90 Prozent. Zudem überwachen computergestützte Wettersysteme die Route präzise, sodass Kapitäne extreme Sturmtiefs weiträumig umfahren können. Die Kombination aus massiver Bauweise, physikalischen Gesetzen und vorausschauender Navigation macht die Reise auf einem modernen Kreuzfahrtschiff zu einer der sichersten Fortbewegungsarten der Welt.

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