Kann ein Oktopus über Wasser atmen?

Nein, ein Oktopus kann nicht über Wasser atmen – zumindest nicht wie wir Luft atmen. Er ist auf Wasser angewiesen, um zu überleben. Seine Atmung funktioniert über Kiemen, die sich im Mantelraum hinter dem Kopf befinden. Wenn Wasser durch den Mantel strömt, nimmt der Oktopus den darin enthaltenen Sauerstoff auf. Interessant ist, dass auch die Haut eine Rolle spielt: Ein Teil der Atmung erfolgt tatsächlich über die feuchte Oberfläche seines Körpers.

Das Trichterorgan, eine schlauchartige Öffnung an der Unterseite des Körpers, ist dabei besonders wichtig. Der Oktopus nutzt es, um Wasser gezielt auszustoßen – nicht nur, um Abfallstoffe loszuwerden, sondern auch, um sich blitzschnell vorwärtszutreiben. Ein kräftiger Schub durch das Trichterorgan, und schon schießt er rückwärts durch das Wasser, fast wie ein kleiner Tintenfisch-Turbo.

Wichtig zu wissen:

Bleibt ein Oktopus zu lange außerhalb des Wassers, trocknen Kiemen und Haut aus – und dann kann er nicht mehr atmen. Deshalb halten sich Oktopusse, selbst wenn sie neugierig an die Wasseroberfläche kommen, nie lange über Wasser auf. Ihre Welt ist das Nass, und dort fühlen sie sich am wohlsten.

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