Kann Herzrasen von der Halswirbelsäule kommen?

Überraschenderweise kann Herzrasen tatsächlich mit der Halswirbelsäule in Verbindung stehen, besonders wenn eine Fehlbelastung oder Blockade vorliegt. Bei einem sogenannten HWS-Syndrom – einer Funktionsstörung der Halswirbel – können nicht nur Nackenschmerzen auftreten, sondern auch untypische Symptome wie Tinnitus, Schwindel oder eben Herzrasen. Die Ursache liegt oft in einer Reizung von Nerven oder Gefäßen im Bereich des Halses, die durch verspannte Muskulatur, Fehlhaltungen oder frühere Verletzungen wie eine Schleudertrauma entstehen kann.

Die Verbindung zwischen Halswirbelsäule und Herzrasen ist komplex: Überlastete Nervenbahnen können fälschlicherweise Signale an das Nervensystem senden, die der Körper als Herzjagen interpretiert. Betroffene spüren dann plötzlich ein Klopfen oder Flattern im Brustbereich, oft ohne kardiologische Ursache. Ärzte prüfen in solchen Fällen auch, ob die Beschwerden mit Bewegungen des Kopfes oder Stress im Nacken schlimmer werden.

Dennoch: Herzrasen sollte niemals leicht genommen werden. Auch wenn die Halswirbelsäule als Auslöser infrage kommt, ist eine gründliche Abklärung wichtig. Vor allem wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen oder nach einem Unfall auftreten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden – um ernste Erkrankungen des Herzens oder des Nervensystems auszuschließen.

Die Behandlung richtet sich dann nach der Ursache: Physiotherapie, gezielte Entspannung oder manuelle Therapie können helfen, wenn die Halswirbelsäule im Mittelpunkt steht. Wichtig ist, den Körper als Ganzes zu sehen – und nicht nur einzelne Symptome.

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