HPV-Übertragung beim Küssen: Wie hoch ist das Risiko wirklich?
Wenn es um Humane Papillomviren (HPV) geht, denken die meisten Menschen sofort an die Ansteckung beim Sexualkontakt. Doch wie sieht es eigentlich im Alltag aus – beispielsweise bei einem einfachen Kuss? Diese Frage sorgt immer wieder für Unsicherheit, lässt sich aber wissenschaftlich recht klar beantworten.
Ein ganz normales Bussi auf die Wange oder ein kurzer Kuss zur Begrüßung unter Freunden und in der Familie ist vollkommen harmlos. Nach aktuellem medizinischen Kenntnisstand besteht dabei kein Risiko, sich mit HPV anzustecken. Die Viren werden über diese flüchtigen Alltagskontakte nicht übertragen.
Etwas anders stellt sich die Situation bei intimen Zungenküssen dar. Hierbei ist eine Übertragung der Viren prinzipbedingt möglich, sofern die andere Person eine HPV-Infektion im Mund- oder Rachenraum aufweist. Allerdings schätzen Fachleute dieses Risiko als eher gering ein. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung über den Speichel ist im Vergleich zu direktem Schleimhautkontakt bei sexuellen Aktivitäten deutlich niedriger.
Wer sich effektiv schützen möchte, sollte wissen, dass es eine sichere Vorbeugung gibt: Die HPV-Impfung bietet einen hervorragenden Schutz vor den häufigsten und gefährlichsten Virustypen, bevor es überhaupt zu einem Erstkontakt kommt.
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