Kann man abgelaufenen Brie noch essen?

Der Duft ist intensiv, die Farbe leicht verändert – und im Kühlschrank findet sich ein Brie mit Schimmel. Die Frage: Wegschmeißen oder einfach abschneiden? Bei hartem Käse wie Parmesan ist das Abschneiden der Schimmelspuren oft unproblematisch. Doch bei Weichkäse wie Brie sieht es anders aus.

Weil Weichkäse eine hohe Feuchtigkeit hat, kann sich Schimmel darin schneller und tiefer ausbreiten – auch unter die Oberfläche. Was von außen harmlos aussieht, kann im Inneren gefährliche Pilzgifte, sogenannte Mykotoxine, enthalten. Diese sind hitzebeständig und lassen sich nicht einfach entfernen. Deshalb gilt: Bei Schimmelbefall sollte Brie komplett entsorgt werden.

Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) spielt eine Rolle. Nach dem Verfallsdatum ist der Hersteller nicht mehr für die Qualität verantwortlich. Bei frischen Produkten wie Brie bedeutet das: Selbst wenn er nur leicht verändert aussieht, ist Vorsicht geboten. Der Geschmack mag noch in Ordnung sein – die unsichtbaren Gefahren aber nicht.

Lagerst du Brie richtig (bei etwa 4–8 °C und in luftdicht verschlossener Verpackung), hält er sich meist bis zum MHD frisch. Doch sobald Schimmel sichtbar wird, ist besser nichts riskieren. Dein Magen wird es dir danken.

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