Kann man Aspirin nehmen, wenn man Blutverdünner verwendet?

Wenn man bereits Medikamente zur Blutverdünnung einnimmt, stellt sich oft die Frage, ob zusätzliche Schmerzmittel wie Aspirin sicher sind. Die Antwort lautet: Vorsicht ist geboten. Aspirin enthält Acetylsalicylsäure, ein Wirkstoff, der nicht nur schmerzlindernd wirkt, sondern auch die Blutgerinnung hemmt.

Die gleichzeitige Einnahme von Aspirin und Blutverdünnern wie Marcumar, Eliquis, Lixiana oder Xarelto kann das Risiko für Blutungen deutlich erhöhen. Denn beide Substanzen wirken gerinnungshemmend – zusammen verstärken sie diesen Effekt. Das kann zu harmlosen Hautblutungen, aber auch zu schwerwiegenden inneren Blutungen führen, etwa im Magen-Darm-Trakt.

Manchmal wird Aspirin sogar gezielt in niedriger Dosis bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt, um Thrombosen vorzubeugen. Doch in Kombination mit anderen Antikoagulanzien sollte dies nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Der Arzt kann abwägen, ob der Nutzen höher ist als das Risiko.

Generell gilt: Wer regelmäßig Blutverdünner einnimmt, sollte vor der Einnahme von Aspirin oder anderen Schmerzmitteln unbedingt seinen Arzt oder Apotheker konsultieren. Oft gibt es sicherere Alternativen, die den gewünschten Effekt haben, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.

Die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Medikamenten ist nicht immer offensichtlich – umso wichtiger ist es, sich professionell beraten zu lassen, besonders bei Langzeittherapien.

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