Backte oder buk? Die richtige Form des Verbs „backen“

Die Frage, ob man „backte“ oder „buk“ sagen kann, beschäftigt immer wieder Deutschlernende – und auch Muttersprachler sind sich manchmal unsicher. Tatsächlich sind beide Formen im Präteritum möglich: „er backte“ und „er buk“.

Das Verb „backen“ ist ein sogenanntes starkes Verb, das ursprünglich die unregelmäßige Form „buk“ (Präteritum) und „gebacken“ (Partizip II) nutzt – ähnlich wie „heben“ (hob, hat gehoben). Doch im Laufe der Zeit hat sich die schwache, regelmäßige Form „backte“ durchgesetzt, besonders im alltäglichen Sprachgebrauch.

Heute hört man „er backte“ häufiger, vor allem in südlichen Regionen und im schriftlichen Deutsch. „Er buk“ klingt etwas altertümlicher oder literarischer, wird aber noch verwendet, besonders in Gedichten oder festen Wendungen. Interessant ist, dass das Partizip „gebacken“ in beiden Fällen gleich bleibt.

Auch Zusammensetzungen wie „festbacken“ oder „zusammenbacken“ folgen dieser Entwicklung – hier dominiert die regelmäßige Form. Wenn also heute jemand Weihnachtssterne backt, darf er ruhig sagen: „Ich backte gestern Kekse“ – oder, ganz klassisch: „Ich buk gestern Kekse.“ Beides ist richtig, nur der Klang unterscheidet sich leicht.

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