Kann man bittere Gurken noch einlegen?
Wer im eigenen Garten stolz die ersten Gurken erntet und beim ersten Biss eine unangenehme Überraschung erlebt, stellt sich oft die Frage: Müssen die Früchte jetzt in den Müll? Die Antwort lautet: Nicht unbedingt. Wenn Gurken nur eine leichte Bitterkeit aufweisen, lassen sie sich mit den richtigen Kniffen wunderbar retten und schmackhaft einlegen.
Verantwortlich für den bitteren Geschmack sind sogenannte Cucurbitacine. Diese Pflanzenstoffe entstehen häufig durch Stress wie anhaltende Trockenheit, Kälteeinbrüche oder falsches Gießen. Während stark bittere Wildformen ungenießbar und in großen Mengen sogar gesundheitsschädlich sind, kann man bei einer leichten Note aus der eigenen Ernte effektiv gegensteuern. Das Geheimnis liegt in der Vorbereitung.
Um die Bitterstoffe erfolgreich zu neutralisieren, greift man am besten auf bewährte Hausmittel zurück. Eine traditionelle und sehr wirksame Methode ist das längere Wässern der aufgeschnittenen oder geschälten Gurken. Früher wurden die Gurkenscheiben standardmäßig über Nacht in warmes Salzwasser eingelegt oder direkt mit reichlich Salz bestreut. Das Salz entzieht dem Gemüse durch Osmose den Saft und schwemmt so die unerwünschten Bitterstoffe fast vollständig aus. Nach der Einwirkzeit werden die Gurken gründlich mit klarem Wasser abgespült.
Beim anschließenden Einlegen im klassischen Essigsud sorgt die Kombination aus Säure, Zucker und Gewürzen wie Dill, Senfkörnern oder Zwiebeln dafür, dass eventuelle Restaromen perfekt kaschiert werden. Am Ende erhalten Sie knackige Gewürzgurken, von deren anfänglicher Bitterkeit man überhaupt nichts mehr schmeckt.
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