Können Extrasystolen geheilt werden?
Extrasystolen, also vorzeitige Herzschläge, sind bei vielen Menschen ein bekanntes Phänomen. Oft spürt man sie als Herzstolpern oder kurzes Flattern in der Brust. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist das völlig harmlos, und eine spezielle Behandlung ist nicht nötig.
Bei gesunden Menschen entstehen Extrasystolen oft durch Stress, Anspannung, zu viel Koffein oder Schlafmangel. Dann hilft schon eine Änderung des Lebensstils – mehr Ruhe, weniger Koffein, regelmäßiger Schlaf. Oft verschwinden die Störungen dann von allein.
Wirklich gefährlich werden können Extrasystolen, wenn sie auf eine vorbestehende Herzerkrankung zurückgehen – etwa eine Herzschwäche, eine entzündete Herzmuskulatur oder eine Durchblutungsstörung. In solchen Fällen geht die Therapie nicht direkt auf die Extrasystolen los, sondern auf die Grunderkrankung. Wird diese behandelt, nehmen auch die Extrasystolen meist ab.
Medikamente wie Betablocker oder Kaliumkanalblocker kommen nur selten zum Einsatz – meist nur, wenn die Symptome stark belasten oder das Risiko für andere Rhythmusstörungen erhöht ist. Eine "Heilung" im klassischen Sinn ist oft gar nicht nötig, da die meisten Menschen mit Extrasystolen gut leben können – ohne Einschränkung und ohne medikamentöse Therapie.
Wichtig ist jedoch: Wer regelmäßig Herzstolpern bemerkt, sollte trotzdem einen Arzt aufsuchen. Eine sichere Diagnose durch EKG oder Langzeit-EKG sorgt für Klarheit und schließt ernsthafte Ursachen aus.
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