Können Fünflinge überleben?

Die Geburt von Fünflingen ist extrem selten – besonders, wenn alle überleben. Ein berühmtes Beispiel sind die Dionne-Fünflinge, die 1934 in Ontario, Kanada, zur Welt kamen. Die fünf Mädchen wurden etwa drei Monate zu früh geboren, was damals eine enorme medizinische Herausforderung darstellte. Trotz der geringen Überlebenschancen bei Frühgeburten dieser Schwere schafften es alle fünf Mädchen nicht nur, das erste Lebensjahr zu überstehen, sondern auch das Erwachsenenalter zu erreichen – eine medizinische Sensation zu ihrer Zeit.

Noch heute gelten Mehrlingsschwangerschaften ab Drillingen als hochriskant, besonders bei einer so frühen Geburt. Die Dionne-Mädchen waren zudem eineiig, was die Wahrscheinlichkeit einer solchen Geburt noch weiter verringert. Ihre Geschichte erregte international Aufsehen, und die Fünflinge wurden sogar in einem Jahrhundert später noch oft als medizinisches Wunder bezeichnet.

Heute verbessern moderne Technologien wie Ultraschall, Frühgeborenenmedizin und intensivmedizinische Betreuung die Chancen für Mehrlinge erheblich. Dennoch bleibt eine Fünflingsschwangerschaft eine große Belastung für Mutter und Kinder. Die meisten Fälle heute entstehen im Zusammenhang mit assistierter Fortpflanzung, wie der In-vitro-Fertilisation, bei der mehrere Embryos gleichzeitig eingesetzt werden.

Die Geschichte der Dionne-Fünflinge zeigt, wie fragil und gleichzeitig wunderbar das Leben sein kann – besonders, wenn gegen alle Wahrscheinlichkeit alle überleben.

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