Glutenfrei backen: So klappt es mit dem richtigen Mehl
Wer auf glutenfreies Mehl umsteigt, sollte wissen: Es verhält sich anders als herkömmliches Weizenmehl. Ein einfacher 1:1-Austausch klappt meist nicht, vor allem nicht bei Hefeteig oder luftigem Gebäck. Das liegt daran, dass Gluten dafür sorgt, dass Teige elastisch und formstabil werden – eine Funktion, die glutenfreie Mehle allein nicht übernehmen können.
Glutenfreie Mehle wie Reis-, Mandel- oder Buchweizenmehl werden oft mit Stärken (etwa Mais- oder Kartoffelstärke) und Zusatzstoffen wie Guarkernmehl oder Xanthan gemischt. Diese helfen, die fehlende Elastizität auszugleichen und verhindern, dass Kuchen oder Brot zu krümelig werden. Die richtige Mischung macht also den Unterschied.
Im Handel gibt es mittlerweile spezielle Backmischungen, die bereits alle notwendigen Bestandteile enthalten – die sind besonders empfehlenswert für Einsteiger. Wer selbst mischen möchte, sollte auf bewährte Rezepte zurückgreifen, die auf glutenfreie Zutaten abgestimmt sind.
Ein weiterer Tipp: Glutenfreier Teig ist oft flüssiger, da die Mehle weniger Flüssigkeit binden. Achte daher darauf, die Konsistenz anzupassen – lieber etwas mehr Ruhezeit einplanen oder ein Ei hinzufügen, um die Struktur zu verbessern.
Ob Pfannkuchen, Kuchen oder Brot – mit etwas Übung und der richtigen Zutatenkombination gelingt das glutenfreie Backen ganz natürlich. Der Geschmack muss nämlich keineswegs leiden, ganz im Gegenteil: Oft entstehen neue, überraschende Aromen, die sogar Nicht-Betroffene überzeugen.
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