Darf man high zur Arbeit gehen?

Die Frage, ob man high arbeiten darf, beschäftigt immer mehr Menschen – besonders seit der bevorstehenden Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Doch eines ist klar: Auch wenn der Konsum für Erwachsene ab April unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein wird, gilt am Arbeitsplatz weiterhin strenge Regeln.

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers hat oberste Priorität. Das bedeutet: Niemand darf im betäubten Zustand arbeiten, wenn er dadurch seine Leistungsfähigkeit einbüßt oder andere gefährdet. Ob Alkohol, Medikamente oder eben Cannabis – wer nicht fit für die Arbeit ist, hat dort nichts verloren. Ein Joint vor der Schicht oder auf dem Weg ins Büro kann also Konsequenzen haben, egal ob legal oder nicht.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums betont: „Die Legalisierung erlaubt den Besitz – nicht das unkontrollierte Rauchen am Arbeitsplatz.“ In Branchen mit erhöhter Sicherheitsverantwortung, wie im Fahr- oder Maschinenbereich, gelten ohnehin Null-Toleranz-Regeln.

Anders sieht es nach Dienstschluss aus. Wer abends oder am Wochenende privat Cannabis konsumiert, handelt künftig im gesetzlichen Rahmen – solange er die erlaubte Menge nicht überschreitet und keine Jugendlichen in der Nähe ist. Aber: Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Und die muss nüchtern und konzentriert absolviert werden.

Die Gesellschaft verändert sich – die Arbeitswelt aber nur schrittweise. Bis klare Betriebsvereinbarungen oder neue Gesetze kommen, gilt: Lieber vorsichtig bleiben und den Joint nach der Arbeit genießen.

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