HPV-Nachweis im Mund: Was ist medizinisch möglich?

Human Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet und werden vor allem mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht. Doch die Viren können auch die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum besiedeln. Viele Menschen fragen sich daher, ob sich eine Infektion im Mundbereich durch einen gezielten Test nachweisen lässt.

Die Antwort der Medizin ist derzeit eindeutig: Bislang gibt es keinen zugelassenen oder klinisch validierten HPV-Test für den Mund-Rachen-Bereich. Zwar existieren verlässliche Testverfahren für den Genitalbereich, diese lassen sich jedoch nicht einfach auf den Mundraum übertragen. Wissenschaftlich konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass Abstriche im Rachen ausreichend sichere Ergebnisse liefern.

Ein negativer Abstrich schließt eine Infektion somit nicht verlässlich aus, während ein positiver Befund oft unklar bleibt. In den meisten Fällen bekämpft das Immunsystem die Viren ohnehin von selbst, sodass die Infektion symptomlos ausheilt. Um das Risiko für Folgeerkrankungen im Rachenraum zu senken, wird eine frühzeitige HPV-Impfung empfohlen.

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