Kann man das persönliche Krebsrisiko testen?

Viele Menschen fragen sich, ob man ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen im Vorfeld feststellen kann. Die kurze Antwort lautet: Ja, in bestimmten Fällen ist das möglich. Bei einem speziellen Gentest untersuchen Ärztinnen und Ärzte das menschliche Erbgut auf genetische Veränderungen, die die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Krebserkrankungen steigen lassen.

Besonders aufwendig ist dieser Prozess, wenn ein solcher Test in einer Familie zum ersten Mal durchgeführt wird. Da in diesem Moment noch völlig unklar ist, an welcher genauen Stelle im Erbmaterial die verantwortliche Veränderung liegt, gleicht die Untersuchung oft einer detektivischen Suche. Erst wenn diese sogenannte Index-Mutation bei einer erkrankten Person gefunden wurde, ist es für andere Verwandte viel einfacher, sich gezielt testen zu lassen.

Solch ein Schritt sollte jedoch niemals leichtfertig gegangen werden. Vor einem Gentest steht immer eine ausführliche und einfühlsame genetische Beratung. Sie hilft dabei, die persönlichen Vor- und Nachteile abzuwägen und zu verstehen, was das Ergebnis für die eigene Zukunft und eventuelle Vorsorgemaßnahmen bedeutet.

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