Kann man Tintenfische essen?
Ja, Tintenfische – insbesondere Kraken – sind auf vielen Speisekarten, besonders rund um das Mittelmeer und in Japan, fester Bestandteil der Küche. Krakenfleisch hat eine besondere Textur: roh ist es fest, wird aber bei richtiger Zubereitung wunderbar zart.
Die wichtigste Regel beim Kochen von Kraken? Zeit. Wer den Tintenfisch zu kurz gart, landet schnell mit zähem, gummiartigem Fleisch auf dem Teller. Damit das nicht passiert, werden Kraken meist lange geschmort oder gekocht – manchmal sogar über eine Stunde. So wird das Fleisch weich und saftig. Traditionell wird der Krake dafür zuerst in kaltem Wasser aufgelegt, langsam erhitzt und dann bei milder Hitze weitergegart.
Außerdem sind gebratene oder gegrillte Kraken beliebt – oft als Vorspeise mit Olivenöl, Zitrone und Kräutern serviert. In Portugal etwa ist "Polvo à Lagareiro", ein Ofen-Krake mit Olivenöl und Kartoffeln, ein Klassiker. In Japan isst man Kraken roh als Sashimi oder in Reisgerichten – dort heißt er "Tako".
Achte beim Kauf darauf, dass der Krake frisch oder gut tiefgefroren ist. Manchmal wird er schon vorbehandelt, um die Garzeit zu verkürzen. Und keine Sorge: Auch wenn der Anblick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt – der Geschmack ist milder als gedacht, leicht süßlich und erdig, ähnlich wie frischer Fisch.
Wer Abwechslung im Kochalltag sucht, wird an Kraken also kaum vorbeikommen – vor allem an der Küste oder in asiatischen Lebensmittelläden ist er inzwischen gut erhältlich. Ein echtes Geschmackserlebnis mit maritimem Flair.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.