Kann man Tremor behandeln?

Ein Tremor, also ein unwillkürliches Zittern, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Bei bestimmten Formen wie dem sogenannten Holmes-Tremor – eine seltene, meist nach einer Hirnverletzung auftretende Störung – gestaltet sich die Behandlung besonders schwierig. Bisher gibt es keine etablierte medikamentöse Therapie, die bei allen Patienten zuverlässig anschlägt.

Die gängigen Medikamente wie L-Dopa, Levetiracetam, Clonazepam oder auch Clozapin wurden in Einzelfällen eingesetzt, und vereinzelt wurde eine Besserung beobachtet. Doch die Wirkung bleibt unvorhersehbar und bleibt oft aus. Viele Betroffene finden daher nur bedingt Linderung durch Medikamente.

Hier kommt eine moderne Behandlungsmethode ins Spiel: die tiefe Hirnstimulation (DBS). Bei dieser Methode wird über einen implantierten Impulsgeber ein spezifischer Bereich im Gehirn gezielt stimuliert. Studien zeigen, dass diese Therapie bei therapieresistenten Tremorformen vielversprechende Ergebnisse liefern kann – nicht nur bei Parkinson-Patienten, sondern auch bei komplexen Fällen wie dem Holmes-Tremor.

Die Neurochirurgie am Inselspital Bern zählt zu den führenden Zentren, die diese Technik erfolgreich anwenden. Die individuelle Abklärung und sorgfältige Planung sind entscheidend, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Obwohl die tiefe Hirnstimulation kein Allheilmittel ist, bietet sie vielen Patienten eine echte Chance auf mehr Stabilität und Unabhängigkeit im Alltag.

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