Kann man trotz Arteriosklerose alt werden?

Die Diagnose Arteriosklerose löst bei vielen Betroffenen große Sorge aus. Schließlich handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich die Gefäßwände mit der Zeit verengen, oft durch Ablagerungen aus Cholesterin, Kalk und Entzündungsstoffen. Die gute Nachricht: Obwohl eine vollständige Heilung nach dem aktuellen Stand der Medizin nicht möglich ist, kann man mit Arteriosklerose durchaus ein hohes Alter erreichen.

Die entscheidende Rolle spielt die konsequente Behandlung und Lebensumstellung. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, das Vermeiden von Rauchen und die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Cholesterinwerten können den Fortschritt der Erkrankung deutlich verlangsamen. Medikamente, beispielsweise zur Senkung des LDL-Cholesterins, helfen zusätzlich, das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall zu reduzieren.

Wichtig ist, frühzeitig anzufangen – je früher die Therapie beginnt, desto besser lässt sich das Fortschreiten der Gefäßverkalkung eindämmen. Viele Menschen mit Arteriosklerose leben jahrelang symptomarm oder gar beschwerdefrei, besonders wenn sie aktiv gegen die Ursachen arbeiten. Auch wenn die Plaque in den Gefäßen nicht vollständig verschwindet, kann sie stabilisiert werden, sodass sie nicht reißt und lebensbedrohliche Thrombosen auslöst.

Die Zukunft nach der Diagnose muss also nicht düster sein. Mit der richtigen Einstellung und medizinischer Begleitung lässt sich die Lebensqualität langfristig erhalten. Arteriosklerose mag nicht heilbar sein – aber sie ist beeinflussbar. Und das macht einen entscheidenden Unterschied.

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