Können Blähungen das Herz beeinflussen?
Wer unter starken Blähungen leidet, kennt das unangenehme Druckgefühl im Bauch – doch manchmal macht sich das Unwohlsein auch anders bemerkbar: als Schmerz oder Beklemmung in der Brust. Tatsächlich kann eine übermäßige Luftansammlung im Magen-Darm-Trakt nicht nur Bauchschmerzen verursachen, sondern auch Beschwerden im Brustbereich hervorrufen, die leicht mit Herzproblemen verwechselt werden.
Wenn sich zu viel Gas im Verdauungssystem sammelt, entsteht Druck. Dieser Druck kann auf den Zwerchfellbereich wirken, der direkt unter dem Herzen liegt. Dadurch kann es zu einem unregelmäßigen Herzschlag oder einem beklemmenden Gefühl kommen, das Betroffene oft ängstlich auf Herzprobleme zurückführen. Die Deutsche Apotheker Zeitung weist darauf hin, dass vor allem stärker betroffene Patienten unter sogenannten pektanginösen Beschwerden leiden – also Schmerzen, die dem typischen Angina-pectoris-Gefühl ähneln, obwohl das Herz gesund ist.
Das Aufstoßen oder Rülpsen bringt zwar Erleichterung, doch viele spüren danach weiterhin Unbehagen. Der Grund: Die Luft entweicht zwar, aber der Druck auf das Zwerchfell und die Reizung des vegetativen Nervensystems bleiben teilweise erhalten. Besonders in stressigen Situationen kann dies den Herzrhythmus zusätzlich beeinflussen.
Trotzdem gilt: Wer regelmäßig Herzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen verspürt, sollte immer einen Arzt aufsuchen – denn echte Herzprobleme müssen ausgeschlossen werden. Doch bei gesundem Herzen kann die Ursache oft im Magen-Darm-Bereich liegen. Eine angepasste Ernährung, Stressreduktion und gezielte Verdauungsförderung helfen dann, sowohl Bauch als auch Herz zu beruhigen.
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