Kann zu viel Gurke tatsächlich zu Durchfall führen?

Gurken gelten als das ultimative Fitness-Food: Sie bestehen fast vollständig aus Wasser, sind kalorienarm und erfrischend. Doch so gesund das grüne Gemüse auch ist, stellt sich oft die Frage, ob man es damit übertreiben kann. Die kurze Antwort lautet: Ja, unter bestimmten Umständen kann der Verzehr von Gurken zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall führen.

Das liegt vor allem an den sogenannten Cucurbitacinen. Dabei handelt es sich um Bitterstoffe, die von Natur aus in Kürbisgewächsen – wozu neben Gurken auch Kürnisse, Zucchini und Melonen gehören – vorkommen. In den modernen Kulturgurken aus dem Supermarkt sind diese Stoffe meist komplett herausgezüchtet. Wer jedoch Gemüse im eigenen Garten anbaut, erlebt oft eine Überraschung: Durch extremen Stress für die Pflanze, wie anhaltende Hitze oder Wassermangel, kann der Gehalt dieser Bitterstoffe plötzlich stark ansteigen.

Verbraucherschützer warnen davor, solche bitteren Exemplare zu essen. Werden diese Giftstoffe in zu großen Mengen aufgenommen, rebelliert der Körper. Die Folge sind unangenehme Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und eben heftiger Durchfall.

Um sich zu schützen, hilft ein einfacher Geschmackstest: Schmeckt die Gurke deutlich bitter oder einfach merkwürdig, sollte man sie sofort ausspucken und nicht weiteressen. Zudem empfiehlt es sich, den Stielansatz immer großzügig abzuschneiden, da sich dort die meisten Bitterstoffe ansammeln. Wer darauf achtet und auf den eigenen Geschmackssinn vertraut, kann die knackige Erfrischung weiterhin völlig bedenkenlos und ohne Angst vor Magenproblemen genießen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen