MRSA-Nachweis: Wann das Bakterium im Blut zu finden ist

Der multiresistente Keim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist vor allem als sogenannter Krankenhauskeim bekannt. Viele Menschen tragen den Erreger völlig beschwerdefrei auf der Haut oder den Schleimhäuten. Standardmäßig wird das Bakterium in solchen Fällen durch Abstriche nachgewiesen – etwa aus den Nasenvorhöfen, dem Rachen, den Achseln, der Leiste oder im Stuhl.

Eine entscheidende Rolle spielt der Nachweis jedoch, wenn der Keim tief in das Gewebe oder Organe eindringt. Bei einer akuten Infektion kann MRSA auch direkt im Blut nachgewiesen werden. Gelangt das Bakterium in die Blutbahn, droht eine schwere Blutvergiftung (Sepsis). Über spezielle Blutkulturen im Labor lässt sich der Erreger eindeutig bestimmen.

Neben dem Blut führen Ärzte bei einem Infektionsverdacht auch Untersuchungen von Wundsekreten oder Urin durch. Eine zügige Diagnose ist essenziell, da MRSA gegen viele herkömmliche Antibiotika resistent ist und umgehend mit passenden Reserveantibiotika behandelt werden muss.

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