Kann die Hornhaut am Auge regenerieren?
Die Hornhaut – die klare Vorderseite des Auges – spielt eine entscheidende Rolle für scharfes Sehen. Sie schützt das Auge und bricht das einfallende Licht, damit es korrekt auf die Linse trifft. Doch was passiert, wenn sie verletzt oder erkrankt ist?
Im Gegensatz zu vielen anderen Geweben im Körper hat die Hornhaut nur eine sehr begrenzte Fähigkeit zur Selbstheilung. Kleine Oberflächenreizungen können zwar oft von allein abheilen, doch tiefere Verletzungen, Infektionen oder chronische Erkrankungen hinterlassen häufig Narben. Diese trüben die Hornhaut und können die Sehkraft erheblich beeinträchtigen – im schlimmsten Fall bis zur Erblindung.
Besonders gefährlich sind Erkrankungen wie die Keratokonus, bei der die Hornhaut nach innen gewölbt wird, oder erblich bedingte Fehlentwicklungen. Auch trockene Augen, Viren oder Bakterien können langfristig Schaden anrichten. Weil die Hornhaut keine Blutgefäße besitzt, heilt sie langsamer und ist auf die Sauerstoffzufuhr über die Tränenflüssigkeit angewiesen – was die Regeneration zusätzlich erschwert.
Wenn die Trübung fortschreitet, bleibt oft nur noch eine Hornhauttransplantation. Dabei wird das geschädigte Gewebe durch Spendermaterial ersetzt. Die Erfolgsraten sind heute hoch, und viele Patienten gewinnen ein gutes Sehvermögen zurück. Dennoch zeigt sich: Vorbeugung und frühzeitige Behandlung sind entscheidend.
Wer unter anhaltenden Augenreizungen, Schmerzen oder verschwommenem Sehen leidet, sollte daher unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Die Gesundheit der Hornhaut ist kein Thema, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte.
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