Kann Vorhofflimmern zum Herzstillstand führen?

Vorhofflimmern ist die häufigste Form der Rhythmusstörung des Herzens – doch viele Betroffene spüren es gar nicht. Manche bemerken lediglich ein flatterndes Gefühl in der Brust, andere gar nichts. Trotzdem birgt es eine ernste Gefahr: Wenn der obere Herzbereich unregelmäßig zuckt, kann sich Blut stauen und sich ein Gerinnsel bilden. Dieses kann ins Gehirn wandern und einen Schlaganfall auslösen.

Doch direkt zum Herzstillstand führt Vorhofflimmern in der Regel nicht. Gefährlich wird es, wenn sich die Störung auf die unteren Herzkammern ausweitet und zu Kammerflimmern führt. Dabei zittern die Muskelfasern des Herzens so schnell und chaotisch, dass das Herz nicht mehr pumpen kann. Binnen Sekunden verliert der Betroffene das Bewusstsein und kann sich nicht mehr helfen.

Kein Puls, keine Atmung – dann ist sofortiges Handeln gefragt. Jede Minute zählt. Außenstehende sollten unverzüglich den Notarzt rufen und mit der Herzdruckmassage beginnen. Wird nicht innerhalb kürzester Zeit Gegenmaßnahmen ergriffen, führt Kammerflimmern zum plötzlichen Herztod. Automatisierte Defibrillatoren (AED), die in vielen öffentlichen Gebäuden stehen, können in solchen Fällen Leben retten – sie analysieren den Rhythmus und geben gegebenenfalls einen Schock, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen.

Wer unter Herzrasen, Schwindel oder Atemnot leidet, sollte deshalb unbedingt einen Arzt aufsuchen – besonders, wenn diese Symptome immer wieder auftreten. Vorbeugung und frühzeitige Behandlung können Schlimmeres verhindern.

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