Können Achatschnecken hören?

Nein, Achatschnecken können nicht hören – zumindest nicht so wie wir Menschen. Sie haben weder Ohren noch Trommelfelle. Doch das bedeutet nicht, dass sie nichts wahrnehmen. Im Gegenteil: Ihre Sinne sind auf ganz andere Weise entwickelt.

Was vielen überraschend erscheint: Schnecken besitzen einen sehr feinen Geruchssinn. Über ihre Fühler, besonders die oberen, nehmen sie chemische Reize aus der Umgebung wahr. So „riechen“ sie Nahrung, Gefahren oder Artgenossen aus mehreren Zentimetern Entfernung. Diese Fähigkeit ersetzt ihnen zum Teil, was andere Tiere durch Sehen oder Hören wahrnehmen.

Auch die Berührung spielt eine große Rolle. Die Schnecke bewegt sich langsam über ihre Fußsohle und spürt dabei jede Unebenheit. Selbst leichte Vibrationen im Boden können sie wahrnehmen – nicht als „Geräusch“, aber als Bewegung. So „merkt“ sie, wenn sich etwas in ihrer Nähe bewegt, obwohl sie nichts hört.

Die Tatsache, dass Schnecken nicht hören können, zeigt, wie unterschiedlich Lebewesen die Welt erleben. Während wir stark auf unsere Ohren und Augen angewiesen sind, nutzt die Schnecke vor allem den Geruchssinn und die Tastsensation, um sich zurechtzufinden.

Ein Besuch der Brüder-Grimm-Schule in Steinau hat einmal genau das erforscht: Wie nehmen Schnecken ihre Umwelt wahr? Die Kinder stellten fest, dass die Tiere auf Duftspuren von Salatblättern reagieren – viel stärker als auf Geräusche. Ein kleiner Hinweis: Auch wenn die Schnecke still ist, heißt das nicht, dass sie nichts „hört“ – sie nimmt die Welt eben ganz anders wahr.

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