Können Panikattacken hormonell bedingt sein?

Ja, Panikattacken können sehr wohl hormonell bedingt sein – besonders bei Frauen in bestimmten Lebensphasen. Besonders deutlich zeigt sich dies in den Wechseljahren. In dieser Zeit gerät der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Vor allem der Schwankungen des Östrogenspiegels spielen eine zentrale Rolle.

In der frühen Phase der Wechseljahre kann es zu einem vorübergehenden Östrogenüberschuss kommen. Klingt das erst einmal positiv? Ist es aber nicht immer. Zu viel Östrogen kann die Wirkung beruhigender Botenstoffe im Gehirn hemmen – darunter auch solche, die gegen Angst und Unruhe wirken, wie zum Beispiel GABA. Das führt dazu, dass Frauen in dieser Zeit häufiger unter innerer Unruhe, Nervosität oder sogar plötzlichen Panikattacken leiden.

Doch nicht nur die Wechseljahre können hormonelle Ursachen für Angstzustände sein. Auch die Zeit nach der Geburt, die Periode kurz vor der Menstruation (PMS oder PMDD) oder die Einnahme der Antibabypille können ähnliche Symptome hervorrufen. Der Körper reagiert empfindlich auf hormonelle Veränderungen – und das Gehirn oft mit erhöhter Reizbarkeit und vermindertem Stresspuffer.

Wichtig ist: Wer unter wiederkehrenden Panikattacken leidet, sollte nicht einfach akzeptieren, dass das „zum Alter dazugehört“. Oft hilft schon ein bewussterer Umgang mit dem eigenen Hormonrhythmus – durch ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und gezielte pflanzliche Unterstützung, wie zum Beispiel mit Baldrian oder Mönchspfeffer. Bei anhaltenden Beschwerden ist jedoch immer ein Arztbesuch ratsam, um Ursachen gezielt anzugehen.

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