Sind 200 Kleidungsstücke viel?
Der Blick in den Kleiderschrank sorgt bei vielen für Überraschung. Während die Deutschen im Durchschnitt etwa 95 Kleidungsstücke besitzen, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Regionen. Frauen haben mit durchschnittlich 118 Stücken die Nase vorn, während Menschen im Osten des Landes mit rund 83 Teilen etwas minimalistischer ausgestattet sind. Das Alter spielt beim Kleiderbestand übrigens kaum eine Rolle.
Sind 200 Kleidungsstücke also viel? Die Statistik zeigt: Wer die 200er-Marke knackt, gehört definitiv zur Spitzengruppe. Rund ein Drittel der Deutschen besitzt mehr als 200 Teile im Schrank. Das ist eine beachtliche Menge, besonders wenn man bedenkt, wie das Modeverhalten heute aussieht. Viele Kleidungsstücke werden Umfragen zufolge nur zwei Mal getragen, bevor sie in den Tiefen des Schranks in Vergessenheit geraten.
Gleichzeitig fehlt oft der Bezug zur Langlebigkeit der Mode. Etwa die Hälfte der Deutschen hat noch nie Kleidung zum Schneider gebracht, um sie reparieren oder anpassen zu lassen. Statt auf Nachhaltigkeit und Pflege zu setzen, wird bei Mängeln häufig neu gekauft. Ein Bewusstsein für den eigenen Bestand kann helfen, den Kleiderschrank wieder auf das Wesentliche zu reduzieren und Fehlkäufe zu vermeiden.
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