2000 Euro Brutto-Rente: Viel oder wenig?
Wenn von einer Rente von 2000 Euro die Rede ist, klingt das erst einmal gut – und das ist es im Vergleich auch. Tatsächlich gilt diese Summe als deutlich über dem Durchschnitt. Die meisten Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten weitaus weniger.
In den alten Bundesländern erhält ein durchschnittlicher Mann gerade einmal 1182 Euro Rente, eine Frau sogar nur 774 Euro. In den neuen Bundesländern sieht es etwas besser aus, besonders bei Frauen: Hier liegt die durchschnittliche Altersrente bei Männern bei 1123 Euro, bei Frauen bei 1058 Euro. Vor diesem Hintergrund ist eine Brutto-Rente von 2000 Euro tatsächlich deutlich oberhalb des landesweiten Mittels.
Doch wie kommt man zu einer solchen Rente? Um später mit 2000 Euro auszukommen, braucht es in der Regel einen monatlichen Bruttoverdienst von mindestens 4000 Euro über viele Jahre – und das bei voller Beitragszahlung. Wer weniger verdient oder berufliche Unterbrechungen hat, etwa durch Kindererziehung oder Ausbildung, bleibt oft deutlich darunter.
Angesichts steigender Lebenserwartung und wachsender Lebenshaltungskosten ist eine hohe Rente zwar beruhigend, aber für die meisten Beschäftigten leider keine Selbstverständlichkeit. Wer heute arbeitet, sollte daher nicht nur auf die gesetzliche Rente bauen, sondern frühzeitig eigene Weichen stellen – durch private Altersvorsorge oder vermögenswirksame Leistungen.
2000 Euro Rente sind also kein Pauschalthema: Für einige ein realistisches Ziel, für viele andere bleibt es ein Wunsch.
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