Ist 65 % Luftfeuchtigkeit zu viel?
65 Prozent Luftfeuchtigkeit liegen an der oberen Grenze dessen, was als gesund und behaglich gilt. Experten empfehlen eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent – besonders in Wohnräumen, wo sich Staubmilben, Schimmel und andere unerwünschte Begleiter bei zu hoher Feuchtigkeit schnell ausbreiten können.
Beträgt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft 65 Prozent oder mehr, kann das ein Warnsignal sein. Selbst bei regelmäßigem Lüften sollte die Feuchtigkeit nicht ständig so hoch bleiben. Dann könnte Feuchtigkeit von außen eindringen – etwa durch kaputte Dachabdichtungen, undichte Fenster oder fehlende Kellerabdichtung. Solche Baumängel sind oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, können aber langfristig zu erheblichen Schäden führen.
Ein zu feuchtes Raumklima wirkt sich nicht nur negativ auf das Mauerwerk aus, sondern auch auf die Gesundheit. Bei dauerhaft hohen Werten fühlen sich viele Menschen müde, frieren leichter und sind anfälliger für Erkältungen. Zudem begünstigt Feuchtigkeit das Wachstum von Schimmelpilzen, die Atemwegsprobleme auslösen können.
Wenn Ihr Hygrometer regelmäßig Werte um 65 Prozent anzeigt, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Regelmäßiges Stoßlüften, richtiges Heizen und gegebenenfalls ein Luftentfeuchter können helfen. Bleibt die Feuchtigkeit trotzdem hoch, sollte ein Fachmann beauftragt werden – denn oft steckt mehr dahinter als nur falsches Lüftverhalten.
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