Sind Herzstolpern ein Warnzeichen für Vorhofflimmern?

Herzstolpern, die durch Extrasystolen verursacht werden, sind für viele Menschen beunruhigend – doch meist harmlos. Besonders wenn das Herz ansonsten gesund ist, bleiben diese vorübergehenden Pausen oder zusätzlichen Schläge ohne Folgen. Doch es gibt eine wichtige Ausnahme: wenn die Extraschläge immer wieder aus dem linken Vorhof kommen, besonders aus den Lungenvenen.

In solchen Fällen können diese unregelmäßigen Impulse tatsächlich ein frühes Warnzeichen für Vorhofflimmern sein. Denn die gleichen elektrischen Fehlzündungen, die zunächst nur als einzelne Extraschläge auftreten, können sich mit der Zeit verstärken – bis sich das Herzrhythmusmuster dauerhaft verändert und Vorhofflimmern entsteht.

Studien zeigen: Bei Patienten mit häufigen Vorhofextrasystolen ist das Risiko, später an Vorhofflimmern zu erkranken, deutlich erhöht – besonders, wenn keine andere Herzerkrankung vorliegt. Das bedeutet nicht, dass jeder mit Herzstolpern automatisch Vorhofflimmern entwickelt. Aber bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt sich eine gezielte Abklärung, etwa durch ein Langzeit-EKG oder eine spezielle Ultraschalluntersuchung.

Wenn das Herz strukturell gesund ist, muss man sich in der Regel keine Sorgen machen. Dennoch: Wer regelmäßig ungewöhnliche Herzrhythmen spürt, sollte nicht einfach abwinken. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, mögliche Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen – und gegebenenfalls präventiv zu handeln.

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