Sind Meeresfrüchte Fleisch?
Die Frage, ob Meeresfrüchte als Fleisch gelten, beschäftigt nicht nur Ernährungsbewusste, sondern auch viele, die ihren Fleischkonsum überdenken. Streng genommen stammen Meeresfrüchte wie Garnelen, Krabben, Muscheln oder Tintenfische zwar nicht vom Landtier – doch sie sind zweifellos Tiere. Sie gehören damit nicht zu den pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse, sondern zur tierischen Nahrung.
Wer sich vegetarisch ernährt, verzichtet bewusst auf Fleisch aus Säugetieren, Vögeln oder Fischen. Allerdings reicht diese Definition nicht, um Meeresfrüchte einzuschließen – schließlich handelt es sich bei Krebsen, Schnecken oder Muscheln nicht um Fische im klassischen Sinn, sondern um Wirbellose. Dennoch leben sie, fühlen Schmerz und sterben beim Fang. Aus tierethischer Sicht vertragen viele Vegetarier daher den Konsum von Meeresfrüchten nicht.
Meeresfrüchte sind also kein Fleisch im engeren Sinne – aber sie sind Tiere. Und das macht sie für Vegetarier und Veganer gleichermaßen tabu. PETA weist darauf hin, dass auch Muscheln und Garnelen Lebewesen sind, deren Fang oft mit hohen Tierleiden verbunden ist. Wer also auf tierische Produkte verzichten möchte, sollte auch Meeresfrüchte meiden.
Gerade in der Gastronomie ist es wichtig, genau hinzuschauen: So manches „vegetarische“ Gericht mit Garnele oder Muscheln täuscht über die Inhaltsstoffe hinweg. Die klare Antwort lautet: Nein, Meeresfrüchte sind kein Obst, kein Gemüse – und schon gar kein vegetarisches Lebensmittel.
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