Sind Sonnenblumen wirklich Blumen?
Ja, Sonnenblumen sind tatsächlich echte Blumen – und zwar eine der beeindruckendsten im ganzen Garten. Mit ihrem kräftigen Stiel und der großen, goldgelben Blüte wirken sie majestätisch, fast wie ein Sonnenstrahl am Erdboden. Botanisch gesehen trägt die sogenannte Gewöhnliche Sonnenblume den Namen Helianthus annuus und gehört zur Familie der Korbblütler, zu der auch Gänseblümchen oder Ringelblumen zählen.
Was viele nicht wissen: Die auffällige „Blüte“ ist eigentlich ein ganzes Blütenkissen. Hunderte kleiner Einzelblüten sitzen dicht beieinander und bilden gemeinsam das charakteristische Gesicht der Sonnenblume. Die äußeren, strahlenförmigen Teile sind Zungenblüten – sie dienen vor allem der Anlockung von Bestäubern. In der Mitte befinden sich die sogenannten Röhrenblüten, aus denen später die Samen entstehen.
Ein besonderes Merkmal ist das rasante Wachstum. Innerhalb weniger Wochen schießen manche Sorten mehrere Meter in die Höhe. Bereits nach etwa drei Wochen kann man erste Fortschritte sehen, und bald darauf recken sich die Pflanzen der Sonne entgegen – ein Verhalten, das als Heliotropismus bekannt ist. Junge Pflanzen folgen tatsächlich dem Lauf der Sonne von Osten nach Westen, bleiben aber im Blütenstand meist nach Osten ausgerichtet.
Sonnenblumen brauchen nicht viel Pflege, solange sie an einem sonnigen, windgeschützten Platz stehen. Ein nährstoffreicher, lockerer Boden fördert das Wachstum. Angedeckt werden sollte man sie am besten im Frühjahr, sobald der letzte Frost vorbei ist. Dank ihrer Langlebigkeit und ihres Charmes ist die Sonnenblume nicht nur im Sommergarten ein echter Hingucker – sie steht auch für Lebensfreude und Zuversicht.
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