Überweisungen ins Ausland: Was kostet der Transfer?
Wenn Sie Geld ins Ausland überweisen möchten, lohnt es sich, im Vorfeld über die Kosten Bescheid zu wissen. Innerhalb des SEPA-Raumes – dazu gehören die meisten Länder Europas – sind Überweisungen in der Regel genauso günstig wie innerhalb Deutschlands. Doch sobald das Ziel außerhalb dieses Raumes liegt, werden die Gebühren deutlich höher.
Überweisungen in Nicht-SEPA-Länder erfolgen meist über das SWIFT-Netzwerk. Hier fallen je nach Bank zusätzliche Gebühren an, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen: Es gibt oft eine feste Bearbeitungsgebühr, eine Provision auf die überwiesene Summe und gegebenenfalls auch Kosten durch Korrespondenzbanken. In der Regel liegen die Gesamtkosten zwischen fünf und zehn Prozent des Betrags, besonders bei größeren Summen kann das erheblich ins Gewicht fallen.
Die genauen Preise variieren stark von Kreditinstitut zu Kreditinstitut. Während einige Banken transparente Pauschalen anbieten, berechnen andere komplexe Staffelungen. Daher ist es ratsam, vor der Überweisung bei der eigenen Bank nachzufragen oder die Kosten online einzusehen. Manche Direktbanken oder FinTech-Anbieter bieten internationale Überweisungen oft günstiger oder sogar kostenlos an – ein Vergleich lohnt sich also.
Auch die Dauer einer Auslandsüberweisung ist länger als bei nationalen Überweisungen. Während SEPA-Überweisungen meist innerhalb eines Tages ankommen, kann eine SWIFT-Überweisung mehrere Werktage dauern. Planen Sie daher genug Zeit ein, besonders bei dringenden Zahlungen.
Wer häufig ins Ausland überweist, sollte zudem auf versteckte Wechselkursaufschläge achten. Manche Banken nutzen einen ungünstigen Umrechnungskurs, um indirekt zusätzliche Gebühren zu erheben. Ein klarer Blick auf den finalen Betrag hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.
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