Sind Vapes mit 9000 Zügen in Deutschland erlaubt?

Wer aktuell in Deutschland nach einer Einweg-E-Zigarette sucht, stößt oft auf Modelle mit angeblich 9000 Zügen. Doch trotz der ansprechenden Zahl im Namen – und dem vermeintlichen langen Gebrauch – sind solche Geräte hierzulande illegal.

Seit der Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie der EU gilt in Deutschland ein strenges Regelwerk für elektronische Zigaretten. Danach dürfen Einweg-Vapes eine maximale Tankfüllmenge von zwei Millilitern und einen Nikotingehalt von höchstens 20 Milligramm pro Milliliter enthalten. Diese Beschränkungen machen es technisch nahezu unmöglich, ein legales Gerät mit 9000 Zügen zu produzieren.

Die Wahrheit hinter der Zahl: Hersteller aus dem Nicht-EU-Ausland werben oft mit unrealistischen Zahlen, um Käufer anzulocken. Doch in der Praxis entspricht die „Zahl der Züge“ selten der tatsächlichen Nutzung. Zudem unterliegen viele dieser Produkte keiner offiziellen Prüfung – gefährliche Inhaltsstoffe oder mangelhafte Bauqualität können die Gesundheit gefährden.

Seit 2024 kontrolliert die deutsche Zollverwaltung verstärkt Postsendungen und grenzüberschreitenden Handel. Illegale Vapes mit mehr als 600 Zügen dürfen weder verkauft noch importiert werden. Wer solche Produkte erwirbt, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern setzt sich auch potenziellen Gesundheitsgefahren aus.

Fazit: Vapes mit 9000 Zügen sind in Deutschland nicht legal. Verbraucher sollten auf Produkte achten, die den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen – auch wenn sie weniger „Züge“ versprechen.

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