Sind Zigaretten wirklich antibakteriell?

Es kursiert immer wieder die Behauptung, dass Rauchen bei Erkältungen helfen könnte – schließlich enthalte der Rauch Substanzen mit antibakterieller Wirkung. Tatsächlich haben einige Studien gezeigt, dass Zigarettenrauch kurzfristig Keime in der Mundhöhle hemmen kann. Diese Wirkung täuscht jedoch eine Sicherheit vor, die im Gegenteil eher trügerisch ist.

Die scheinbare Wirkung hat einen hohen Preis: Längerfristig schwächt das Rauchen das Immunsystem deutlich. Die Schleimhäute in Mund und Atemwegen werden angegriffen, die natürliche Abwehr geschwächt. Statt schneller gesund zu werden, heilt der Körper unter Dauerbelastung durch Rauch langsamer – und ist anfälliger für Infekte.

Besonders bei einer Erkältung ist Zigarettenkonsum kontraproduktiv. Anstatt den Heilungsprozess zu unterstützen, reizt der Rauch die ohnehin entzündeten Atemwege, fördert Husten und verlängert die Genesung. Auch Nikotin und Teer beeinträchtigen die Funktion der Flimmerhärchen, die eigentlich Viren und Bakterien aus den Bronchien transportieren sollten.

Fazit: Selbst wenn Rauch kurzfristig antibakteriell wirkt – dieser kleine, fragwürdige Effekt wird bei Weitem von den nachteiligen Folgen überdeckt. Wer gesund bleiben oder schneller gesund werden möchte, tut besser daran, auf die Zigarette zu verzichten – besonders in Zeiten, in denen der Körper ohnehin kämpft.

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