Sollte man Schuppen auskämmen?
Wenn Schuppen die Kopfhaut belasten, ist die erste Reaktion oft: auskämmen oder heftig bürsten, um sie loszuwerden. Doch das kann mehr schaden als nutzen. Zu heftiges Kämmen oder Bürsten reizt die empfindliche Kopfhaut zusätzlich – besonders bei trockener oder entzündeter Haut kann das Jucken verstärken und sogar zu kleinen Verletzungen führen.
Stattdessen gilt: Sanftheit ist Trumpf. Bei Schuppen ist es wichtig, die Kopfhaut schonend zu behandeln. Kämmen Sie die Schuppen vorsichtig und nur mit einem grobzinkigen Kamm aus, am besten nach der Haarwäsche, wenn sie sich leichter lösen lassen. Verwenden Sie dazu am besten ein spezielles Anti-Schuppen-Shampoo, das die Kopfhaut beruhigt und überschüssige Hautzellen sanft entfernt.
Waschen Sie Ihre Haare außerdem nicht zu häufig und nur mit lauwarmem Wasser. Heißes Wasser entzieht der Kopfhaut Feuchtigkeit und kann trockene Schuppen verschlimmern. Bei fettigen Schuppen hilft eine regelmäßige, aber milde Reinigung – tägliches Waschen ist trotzdem meist unnötig und kann den natürlichen Säureschutz stören.
Für trockene Kopfhaut gilt: möglichst selten waschen, maximal alle zwei bis drei Tage, und immer nur kurz. So bleibt der natürliche Schutzfilm erhalten. Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld lassen sich Schuppen meist gut in den Griff bekommen – ohne, dass man hektisch daran herumkämmen muss.
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