Wann Sie die Reanimation beenden sollten

Wenn jemand plötzlich bewusstlos wird und nicht mehr atmet, ist schnelles Handeln lebenswichtig. In solchen Fällen beginnt man sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung – bestehend aus Herzdruckmassage und Beatmung. Doch viele fragen sich: Wann darf man die Maßnahmen eigentlich beenden?

Grundsätzlich sollte die Reanimation so lange fortgesetzt werden, bis professionelle Hilfe eintrifft. Das bedeutet: Erst wenn der Rettungsdienst vor Ort ist und die Wiederbelebungsmaßnahmen übernimmt, dürfen Sie die Herzdruckmassage und die Beatmung unterbrechen oder ganz beenden. Bis dahin ist jede Minute entscheidend, um das Überleben des Betroffenen zu erhöhen.

Ein weiterer Grund, die Reanimation zu beenden, ist, wenn sich der Zustand der Person deutlich bessert – etwa wenn sie wieder eigenständig und normal atmet. In diesem Fall wird die Beatmung eingestellt, und man bringt den Patienten in die stabile Seitenlage, bis der Notarzt eintrifft. Auch wenn die eigene körperliche Belastungsgrenze erreicht ist und man nicht mehr weitermachen kann, ist das verständlich – doch idealerweise übernimmt in der Zwischenzeit eine andere Person die Wiederbelebung.

Wichtig ist: Niemals auf eigene Faust entscheiden, dass alles vorbei ist. Nur medizinisches Fachpersonal darf den Tod feststellen. Bis dahin kann jede Minute mit Herzdruckmassage helfen, das Leben eines Menschen zu retten. Der Deutsche Rote Kreuz (DRK) betont immer wieder: Erste Hilfe zögern rettet Leben.

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