Unterrichtszeiten in französischen Schulen

In Frankreich beginnt der Schultag meist etwas später als in vielen anderen europäischen Ländern. Der Unterricht startet in der Regel zwischen 8.30 und 9.00 Uhr. Dies gilt für beide Stufen der Sekundarstufe: das Collège (Klassen 6 bis 9) und das Lycée (Klassen 10 bis 13). Ein später Beginn ist Teil des französischen Schulalltags, der auch lange Unterrichtsblöcke und ausgedehnte Pausen beinhaltet.

Die Schule endet im Collège meist gegen 16.30 Uhr, während Schüler im Lycée oft erst um 17.30 oder sogar 18.00 Uhr den Unterricht beenden. Diese längeren Tage hängen mit dem anspruchsvollen Lehrplan und den Vorbereitungen auf das Abitur – das Baccalauréat – zusammen. Die französischen Schulen arbeiten grundsätzlich als Ganztagsschulen, wobei der Nachmittag oft mit Kursen, Betreuung oder außerschulischen Aktivitäten gefüllt ist.

Im Vergleich zu Deutschland beginnen französische Schüler also etwas später, verbringen aber oft mehr Zeit in der Schule – besonders in der Oberstufe. Der Tagesrhythmus spiegelt die französische Lebensart wider: mehr Gewicht auf ausgewogene Pausen, klare Trennung von Lernen und Freizeit, und ein strukturiertes, aber nicht überfrachtetes Pensum. Die Schulwoche erstreckt sich übrigens Montag bis Samstag, wobei der Samstagvormittag nur an wenigen Schulen noch Pflicht ist – ein Wechsel ist im Gange.

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