Wann spricht man von Schlupflidern?

Ein Schlupflid zeigt sich, wenn das Oberlid sichtbar verändert ist – nicht nur optisch, sondern oft auch in seiner Funktion. Kennzeichnend ist ein deutlicher Hautüberschuss oberhalb des Auges, der sich unter der Augenbraue ansammelt. Dadurch wird die natürliche Lidspalte verdeckt, und die Oberlidfurche bleibt bei geöffneten Augen kaum erkennbar.

Betroffene spüren oft nicht nur, dass ihr Blick durch die herabhängende Haut „müde“ wirkt – manchmal drückt die überzählige Haut tatsächlich auf das Auge. Der Wimpernkranz schaut dabei nur noch knapp hervor oder bleibt ganz verborgen. In stärkeren Fällen kann dies sogar das Gesichtsfeld einschränken oder zu Ermüdung beim Lesen führen.

Schlupflider entstehen meist im Laufe des Lebens durch nachlassende Spannkraft der Haut und Bindegewebe. Alter, genetische Veranlagung oder langjährige Sonneneinstrahlung können die Entwicklung begünstigen. Doch auch jüngere Menschen können betroffen sein – besonders, wenn eine angeborene Bindegewebsschwäche vorliegt.

Wer unsicher ist, ob er unter Schlupflidern leidet, kann auf typische Anzeichen achten: ein schweres Gefühl über den Augen, vermehrtes Hochziehen der Augenbrauen, um besser zu sehen, oder ein subjektiv müder Gesichtsausdruck – trotz ausreichend Schlaf. In solchen Fällen lohnt sich ein Besuch beim Facharzt, um die Ursache genau abzuklären und gegebenenfalls eine Behandlung in Betracht zu ziehen.

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