Wann ist der Wochenfluss am stärksten?
Die ersten Tage nach der Geburt sind geprägt von starken körperlichen Veränderungen – dazu gehört auch der Wochenfluss, medizinisch „Lochien“ genannt. Er setzt kurz nach der Entbindung ein und ist in dieser Anfangsphase am intensivsten. Typischerweise zeigt sich das Sekret in kräftigem Dunkelrot und erinnert an eine starke Periode, manchmal sogar mit kleinen Blutkoageln, also geronnenen Blutansammlungen. Das ist normal und kein Grund zur Sorge, solange keine übermäßige Blutung auftritt.
Der Körper beginnt nach der Geburt, sich langsam zurückzubilden – besonders die Gebärmutter. Sie zieht sich wieder zusammen und scheidet über die Lochien Restblut, Gewebe und Sekrete aus. In den ersten drei bis fünf Tagen ist der Ausfluss am stärksten, danach nimmt die Menge allmählich ab.
Gegen Ende der zweiten Woche hat sich meist schon viel verändert: Der Wochenfluss wird schwächer, die Farbe wechselt von Rot zu Braun, manchmal sogar zu einem leicht gelblichen Ton. Die Menge ähnelt dann eher einer normalen Menstruation. Diese Entwicklung ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich der Körper gut erholt.
Wichtig ist, auf Warnsignale zu achten: Ein übelriechender Ausfluss, plötzlich stärkeres Bluten oder Fieber können auf eine Entzündung hinweisen. Dann sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Ansonsten ist der Wochenfluss ein natürlicher Prozess, der bei den meisten Frauen nach vier bis sechs Wochen abklingt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.