Wann ist ein Käse wirklich ein Camembert?
Der Camembert gehört zu den Klassikern unter den französischen Weichkäsen – cremig, aromatisch und mit einer zarten Rinde aus weißem Edelpilz. Doch nicht jeder Käse, der so schmeckt oder aussieht, darf auch wirklich „Camembert“ heißen.
Um offiziell Camembert zu sein, muss der Käse bestimmte Vorgaben erfüllen. Er muss ein Weichkäse mit weißem Edelpilz sein, also mit dem Schimmel Penicillium camemberti veredelt werden, der für die samtige Rinde und den typischen Geschmack sorgt. Auch der Fettgehalt in der Trockenmasse spielt eine Rolle – er liegt bei echtem Camembert meist über 45 Prozent.In Frankreich gibtilt sogar eine strengere Regelung: Ein Käse mit dem Namen „Camembert“ muss einen Durchmesser von 10,5 bis 11 Zentimetern haben. Diese Maße sind Teil der Tradition und sorgen dafür, dass der Käse gleichmäßig reift und sein volles Aroma entfalten kann.
Wichtig ist auch der Unterschied zu Brie: Beide sind Weichkäse mit Edelpilz, aber Brie ist meist milder und hat einen größeren Durchmesser. Camembert hingegen überzeugt mit einem intensiveren, manchmal leicht erdigen Geschmack – besonders wenn er gut gereift ist.
Ein echter Camembert zeichnet sich also durch Form, Reifung und Zusammensetzung aus. Ob aus Normandie oder regional nachgemacht: Steht „Camembert“ auf der Verpackung, sollte der Käse diesen Ansprüchen gerecht werden – nicht nur im Geschmack, sondern auch im Aussehen und in den Maßen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.