Wann ist eine Wand zu kalt?

Wer im Winter kalte Hände bekommt, sobald er eine Wand berührt, sollte hellhörig werden: Eine zu kalte Wand kann auf ein Wärmeleck im Haus hindeuten. Laut Andreas Skrypietz von der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird es kritisch, wenn die Oberflächentemperatur einer Wand bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius unter 12,5 Grad fällt.

Warum das gefährlich ist: An kalten Stellen kann sich schnell Feuchtigkeit niederschlagen – besonders in Ecken oder hinter Möbeln. Das führt nicht nur zu unangenehmem Raumklima, sondern auch zur Schimmelbildung, die gesundheitliche Probleme verursachen kann. Kalte Wände sind oft ein Zeichen für eine sogenannte Wärmebrücke, also eine Stelle in der Bausubstanz, an der Wärme schneller entweicht als an anderen Stellen. Typische Beispiele sind schlecht gedämmte Hausanschlüsse, alte Fensterrahmen oder ungedämmte Dächer.

Was tun? Eine Infrarot-Thermografie kann helfen, solche Schwachstellen sichtbar zu machen – viele Energieberater bieten dies im Rahmen einer Gebäudeanalyse an. Wer kalte Wände entdeckt, sollte daher nicht nur heizen, sondern auch prüfen lassen, ob die Dämmung ausreichend ist. Eine energetische Sanierung bringt oft nicht nur mehr Komfort, sondern auch spürbare Einsparungen bei den Heizkosten.

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