Wann macht Muttermilch länger satt? – Ein Blick auf die Ernährung im Säuglingsalter
Die Frage, wann Muttermilch länger satt macht, wird oft von frischgebackenen Eltern gestellt. Doch eigentlich ist es nicht die Muttermilch selbst, die im Laufe der Zeit „dicker“ oder sättigender wird – vielmehr verändert sich die Ernährung des Babys mit dem Alter. Ab dem sechsten Lebensmonat beginnt die Einführung von Beikost, und viele Eltern fragen sich dann, ob sie auf Folgemilch – die sogenannte 2er- oder 3er-Nahrung – umsteigen sollen.
Die Folgemilch ist tatsächlich etwas dickflüssiger und enthält mehr Eiweiß und Kalorien als Pre- oder 1er-Nahrung. Das kann dazu führen, dass das Baby länger satt bleibt. Allerdings ist dieser Umstieg nicht zwingend notwendig. Viele Experten betonen, dass auch Pre-Nahrung oder 1er-Nahrung weiterhin ausreichend sind, besonders wenn zusätzlich Beikost eingeführt wird.
Wichtig zu wissen: Eine zu kalorienreiche Ernährung durch Folgemilch kann unter Umständen zur Entstehung von Übergewicht im ersten Lebensjahr beitragen. Deshalb empfehlen Ärzte oft, bei der ursprünglichen Säuglingsmilch zu bleiben, solange das Baby gut gedeiht.
Stillen bleibt in den ersten Monaten die beste Ernährungsform – Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys stets an. Wer mit Flasche füttert, muss keinen automatischen Wechsel auf 2er-Nahrung vornehmen. Die Entscheidung sollte immer individuell und am besten in Absprache mit dem Kinderarzt getroffen werden.
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