Wann beginnen Babys, Blickkontakt herzustellen?

Die ersten Blicke eines Babys sind oft verschwommen – doch bereits in den ersten Lebenswochen beginnt die faszinierende Entwicklung der Augenwahrnehmung. In den ersten Wochen fixieren Neugeborene helle Lichtpunkte oder verschwommene Gesichter aus kurzer Distanz, besonders das Gesicht ihrer Bezugspersonen.

Bereits mit etwa drei Monaten kann ein Baby die Bewegungen seiner Mutter oder seines Vaters verfolgen, wenn diese sich im Raum bewegen. Es beginnt, Gesichter bewusster wahrzunehmen, lächelt zurück und reagiert auf Ausdrücke. Dies ist ein wichtiger Schritt in der sozialen Entwicklung.

Ein tieferer, gezielter Blickkontakt entsteht jedoch etwas später. Zwischen dem 9. und 11. Lebensmonat entwickeln Kinder die Fähigkeit, dem Blick der Erwachsenen tatsächlich zu folgen – zum Beispiel, wenn eine Mutter auf einen Gegenstand zeigt und das Baby dorthin schaut. Dies zeigt, dass es versteht: Augen schauen, um etwas zu sehen. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Baby beginnt, Absichten und Aufmerksamkeit anderer zu begreifen.

Blickkontakt ist mehr als ein visueller Austausch – er stärkt die emotionale Bindung, fördert die Sprachentwicklung und legt die Grundlage für soziale Interaktionen. Eltern können diese Entwicklung unterstützen, indem sie ihrem Baby oft ins Gesicht schauen, lächeln und langsam sprechen. Solche Momente der Nähe sind wertvoll – und oft auch besonders berührend.

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