Wann platzt das Trommelfell? Die Gefahr lauter Geräusche
Ein plötzlicher, extrem lauter Knall kann das Trommelfell verletzen – oder sogar zum Platzen bringen. Ab etwa 120 dB(A) besteht erste Verletzungsgefahr für das empfindliche Gehör. Doch bei Schallstärken von etwa 150 dB(A), wie sie beispielsweise bei einer Detonation oder einem Gewehrschuss in unmittelbarer Nähe entstehen, kann das Trommelfell tatsächlich reißen.
Solche Lautstärken übersteigen bei Weitem das, was das menschliche Ohr normalerweise aushält. Zum Vergleich: Eine normale Unterhaltung liegt bei rund 60 dB, eine laute Baustelle erreicht schon mal 100 dB. Ein startendes Flugzeug oder ein Konzert in der ersten Reihe nähern sich bereits den kritischen 120 dB. Doch erst bei extremen Geräuschen, wie Explosionen, Sprengungen oder pyrotechnischen Effekten, wird die Grenze überschritten, ab der körperliche Schäden drohen.
Warnzeichen sind nicht immer deutlich – manchmal bemerkt man den Schaden erst später. Plötzlicher Hörverlust, Ohrenklingen oder ein Druckgefühl im Ohr können auf eine Verletzung hinweisen. Wer regelmäßig lauten Geräuschen ausgesetzt ist – etwa im Job oder beim Feuerwerk –, sollte daher immer einen Gehörschutz tragen.Die gute Nachricht: Ein gerissenes Trommelfell heilt bei vielen Menschen mit der Zeit von selbst. Doch die Gefahr von Dauerschäden bleibt – besonders bei wiederholter Belastung. Deshalb gilt: Lautstärke ernst nehmen, Ohren schützen und bei Verdacht unbedingt einen Arzt aufsuchen.
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