Helau, Alaaf – was heißt das eigentlich?

Wenn in der Karnevalszeit die Straßen voller bunter Kostüme, Musik und Lachen sind, hört man im Rheinland zwei ganz besondere Rufe: „Helau“ und „Alaaf“. Doch wo sagt man was – und warum?

Im Norden des Rheinlands, etwa in Düsseldorf oder Krefeld, begrüßen die Narren mit lautem „Helau!“. Der genaue Ursprung des Worts ist unklar, doch viele glauben, dass es aus dem Rheinischen Dialekt kommt und freudige Aufregung ausdrückt. Manchmal wird es sogar mit einem militärischen Gruß aus früheren Zeiten in Verbindung gebracht – laut und stolz gerufen, wie es der Karnevalsstimmung entspricht.

Im Süden hingegen, besonders in Köln, herrscht „Alaaf!“. Die Kölner sind stolz auf ihren Ruf, der tief aus der Stadtgeschichte verwurzelt ist. Er gilt als Ausdruck der reinen Freude und des unbeschwerten Karnevalstreibens. Wer sich unter Kölner Jecken befindet, sollte also besser „Alaaf“ rufen – sonst merken die Einheimischen sofort, dass man nicht dazugehört.

Interessant ist auch, dass es nicht nur um Helau oder Alaaf geht. In manchen Regionen, wie im niederrheinischen Raum, hört man auch „Breetlook“ – eine humorvolle, dialektale Begrüßung, die zeigt, wie vielfältig die Karnevalskultur ist.

Ob Helau, Alaaf oder Breetlook – eines ist sicher: Wenn die Büttenreden beginnen, die Musik spielt und die Kamelle fliegen, zählt nur eins – gute Laune. Denn Karneval verbindet – ganz egal, wie man es ruft.

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