Wann ist eine Schwellung ein Tumor?

Der Begriff Tumor wird im medizinischen Alltag oft mit einer bösartigen Geschwulst gleichgesetzt – doch das ist so nicht ganz korrekt. Ursprünglich stammt das Wort aus dem Lateinischen und bedeutet einfach „Schwellung“. Schon der antike Arzt Galenus nutzte es, um eines der fünf klassischen Entzündungszeichen zu beschreiben: Rubor, Tumor, Calor, Dolor, Functio laesa – also Rötung, Schwellung, Wärme, Schmerz und Funktionsverlust.

Im übertragenen Sinn ist ein Tumor also zunächst nichts anderes als eine sichtbare oder tastbare Raumforderung im Gewebe. Diese kann durch ganz unterschiedliche Ursachen entstehen: eine Entzündung, ein Ödem nach einer Verletzung, eine harmlose Zyste oder eben eine Tumorbildung, gut- oder bösartig. Erst durch weitere Untersuchungen – etwa per Ultraschall, Biopsie oder MRT – kann der Arzt klären, worum es sich bei der Schwellung tatsächlich handelt.

So ist es wichtig, nicht automatisch das Schlimmste zu befürchten, wenn ein Tumor diagnostiziert wird. Die Diagnose sagt zunächst nichts über die Gut- oder Bösartigkeit aus. Viele Tumore sind völlig harmlos und erfordern keine Therapie. Andere wiederum brauchen eine gezielte Behandlung. Entscheidend ist die genaue Abklärung – denn nicht jede Schwellung ist Krebs, aber jede Schwellung, die länger besteht, sollte ärztlich geprüft werden.

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