Wann verschwinden Floater? Antworten zur Sehstörung

Floater, auch als Mouches Volantes bekannt, sind kleine Schatten oder Fädchen, die plötzlich im Sichtfeld auftauchen. Viele Menschen bemerken sie erstmals zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr. Ursache ist meist der natürliche Alterungsprozess des Glaskörpers – der durchsichtigen Masse, die das Innere des Auges ausfüllt. Mit der Zeit zieht sich dieser zurück und löst sich von der Netzhaut. Dieser Vorgang wird als Glaskörperabhebung bezeichnet.

Die gute Nachricht: Oft nehmen die störenden Lichterscheinungen wieder ab, sobald der Glaskörper sich vollständig abgehoben hat. Das kann Wochen bis Monate dauern. Die meisten Betroffenen gewöhnen sich im Laufe der Zeit an die Erscheinungen und nehmen sie kaum noch wahr. Das Gehirn „filtert“ die Bilder regelrecht heraus.

Doch es gibt auch Warnsignale: Zeigen sich plötzlich viele neue Floater, blinkende Lichter oder ein Schatten im Gesichtsfeld, sollte man sofort einen Augenarzt aufsuchen. Denn das kann auf eine Netzhautablösung hinweisen – eine ernste Erkrankung, die schnell behandelt werden muss.

Bei anhaltenden Beschwerden gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, wie eine gezielte Laserbehandlung oder eine Operation. Doch meist ist kein medizinischer Eingriff nötig. Die Floater verändern sich mit der Zeit oder verschwinden ganz – besonders, wenn der Lebensrhythmus entspannt bleibt und die Augen nicht überlastet werden.

Wer Floater kennt, kennt oft auch das Gefühl des Unbehagens. Doch in den meisten Fällen ist das Phänomen ungefährlich – und wird mit der Zeit lebbar, oft sogar vergessen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen