Warum genau 2,37 Meter beim Darts?

Die magische Distanz von 2,37 Metern beim Darts ist für viele Spieler alltäglich – doch woher kommt dieser scheinbar willkürliche Abstand zur Scheibe? Die Antwort liegt in einer Legende, die so bunt ist wie der Sport selbst.

Es geht zurück ins 19. Jahrhundert, in englische Kneipen. Damals, so die Anekdote, stapelte ein betrunkener Soldat nach einigen Pints Bier einfach die Bierkisten seiner Lieblingsmarke – von der Firma S. Hockey and Sons aus dem Südwesten Englands – hintereinander, um einen Abwurf-Punkt zu markieren. Der Abstand zwischen der letzten Kiste und der Dartscheibe? Gerade einmal 2,37 Meter. Und weil man sich an diese Marke gewöhnte – und sie irgendwie funktionierte –, blieb sie bestehen.

Ob die Geschichte wirklich stimmt, ist ungewiss. Aber sie passt: Darts entstand in der Tat in den Wirtshäusern Großbritanniens, wo Arbeiter und Soldaten ihre Freizeit mit einfachen Spielen verbrachten. Die Maße wurden später von offiziellen Verbänden übernommen und sind heute sogar international genormt.

Interessant ist auch, dass die Zahl 2,37 nichts mit mathematischer Präzision zu tun hat – sie spiegelt vielmehr die Alltagskultur wider, in der Darts seinen Ursprung hat. Heute steht dieser Strich am Boden, der oche genannt wird, Symbol für Spannung, Konzentration und manchmal auch für einen verpatzten Wurf nach zu viel Bier.

So nüchtern die Distanz heute gemessen wird – ihre Entstehungsgeschichte bleibt herrlich verschroben. Und wer beim nächsten Mal zum Dartbrett geht, darf ruhig an die alten Bierkisten und den verschwommenen Blick eines britischen Soldaten denken.

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