Warum beginnt der Herbst am 23. September?
Der kalendarische Herbstanfang fällt meist auf den 23. September, manchmal auch auf den 22. An diesem Tag steht die Sonne so im Himmel, dass ihr Mittelpunkt genau über dem Äquator wandert. Dieses Ereignis nennt man Herbstäquinoktium – abgeleitet vom lateinischen „aequus“ (gleich) und „nox“ (Nacht). An diesem Tag ist die Länge von Tag und Nacht auf der gesamten Erde nahezu identisch.
Der Grund dafür liegt in der Neigung der Erdachse und ihrer Bahn um die Sonne. Nur zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst – steht die Erde in einer Position, bei der Sonnenaufgang und -untergang überall auf der Welt fast gleichzeitig eintreten. Nach dem 23. September wird die Nacht in der Nordhalbkugel länger als der Tag, und die Tageslichtdauer nimmt kontinuierlich ab.
Warum wechselt das Datum manchmal? Der genaue Zeitpunkt des Äquinoktiums verschiebt sich leicht, weil das Kalenderjahr nicht exakt mit dem astronomischen Jahr übereinstimmt. Deshalb kann der Herbstanfang auch auf den 22. September fallen, besonders in Schaltjahren oder in Zeiträumen, in denen die Erdumlaufbahn besonders berücksichtigt wird.
Obwohl viele Menschen den Herbst mit goldenem Licht, fallenden Blättern und kühleren Temperaturen verbinden, markiert der 23. September vor allem einen präzisen astronomischen Wendepunkt. Danach neigt sich die Nordhalbkugel immer weiter von der Sonne weg – der Weg in den Winter hat begonnen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.