Warum Gelatine manchmal nicht gelingt – und wie es perfekt klappt
Wer beim Backen oder Zubereiten feiner Desserts schon einmal vor einer flüssig gebliebenen Creme gestanden hat, kennt die Enttäuschung: Die Gelatine möchte einfach nicht fest werden. Der häufigste Fehler unterläuft vielen bereits beim Einweichen. Damit Blattgelatine ihre volle Bindekraft entfalten kann, ist die ideale Wassertemperatur von 3 °C bis 12 °C entscheidend. Ist das Wasser zu warm, löst sich die Gelatine vorzeitig auf; ist es zu kalt, quillt sie nicht ausreichend.
Ein weiterer klassischer Stolperstein ist das Zusammenkleben der einzelnen Blätter. Werden alle Blätter auf einmal ins Wasser geworfen, haften sie aneinander und verhindern, dass die Feuchtigkeit gleichmäßig vordringt. Legen Sie die Blätter deshalb stets einzeln nacheinander ins kalte Wasser, damit jedes Blatt vollständig umspült wird und optimal quellen kann.
Achten Sie nach dem Quellen darauf, die Gelatine sanft auszudrücken. Lösen Sie sie anschließend bei schwacher Hitze auf und bringen Sie sie niemals zum Kochen, da hohe Temperaturen die Eiweißstruktur schädigen und die Gelierfähigkeit zerstören. Wenn Sie die warme Gelatine unter eine kalte Masse heben möchten, hilft ein kurzer Temperaturausgleich: Rühren Sie zuerst zwei bis drei Löffel der kalten Creme in die geschmolzene Gelatine, bevor Sie alles unter die Restmasse mischen. So entstehen keine unschönen Klumpen und Ihr Dessert gelingt garantiert.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.