Der 30. Februar – ein historischer Fehler

Der 30. Februar existiert normalerweise nicht – doch es gab tatsächlich einmal ein Jahr, in dem dieser Tag Realität war: 1712 in Schweden.

Der Grund liegt in einer chaotischen Umstellung des Kalenders. Schweden wollte vom julianischen zum gregorianischen Kalender wechseln, um mit den meisten anderen europäischen Ländern Schritt zu halten. Doch die Umstellung wurde schlecht geplant. Statt den Übergang schrittweise vorzunehmen, vergaß man mehrfach, Schalttage wegzulassen – und geriet zunehmend aus dem Takt.

Um die Verwirrung zu beenden, blieb Schweden 1712 einfach beim alten julianischen Kalender und fügte sogar einen zusätzlichen Schalttag ein.

So kam es, dass im Februar 1712 nicht nur der 29., sondern auch ein 30. Februar auftauchte – ein einmaliger Moment in der Geschichte der Zeitrechnung.

Dieser zusätzliche Tag war nötig, um den Kalender wieder mit dem julianischen System in Einklang zu bringen, nachdem Jahre der Unregelmäßigkeiten das Datum um zehn Tage verschoben hatten. Es war weniger ein Fehler als eine verzweifelte Korrektur eines misslungenen Plans.

Seitdem hat der 30. Februar keinen Platz mehr im offiziellen Kalender gefunden. Er lebt jedoch als kurioser Eintrag in der Geschichte weiter – ein Zeugnis dafür, wie kompliziert etwas sein kann, das wir heute als selbstverständlich betrachten: die Zeit.

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